BootBooHook Hannover August 08
Die Anajo Ultras sind mal wieder unterwegs und freuen sich Euch auf folgendes hinzuweisen:
BootBooHook Festival
22.-23. August 2008, Hannover
Wir haben die Ehre euch einen Hinweis auf ein Festival aller erster Güte zu geben. Dabei handelt es sich aber keinesfalls um ein Jugendzentrum Festival an einem Sonntag Nachmittag in der Niederbayrischen Provinz, sondern um das mit unglaublich vielen Indie-Disko-Pop-Rock-Punk-ich-krieg-die-Tür-nicht-zu Galore Bands gespickten BootBooHook in Hannover.
Ja, ja, ist schon klar, nach Hannover fährt man nur um dort umzusteigen, oder wenn man Bernd Begemann heißt und eigentlich gar nicht da hin wollte. Vielleicht ist es aber gerade diesmal die Gelegenheit die Stadt an der Leine kennenzulernen und sich in seinem Freundeskreis nicht dafür entschuldigen zu müssen.....
Als Anajo Ultras liegt der beste Grund hierfür natürlich schon auf der Hand, die beste Band der Welt aus Augsburg, Anajo für die, dies noch nicht begriffen haben, spielt natürlich auch auf dem BootBooHook, daneben aber noch viele, viele andere hochkarätige Bands und Singer/Songwriter, deren Genuss zu sehen, man sich selbst nicht vorenthalten sollte.
Dazu zählt vor allem die Tapete-Records-Band:1000 Robota aus Hamburg, die mit ihrer „Halts Maul, Arschloch und mach lauter“-Attitüde, nicht nur den NME überzeugen konnte, sondern der ein oder anderen Band auch schon mal den Backstage Vodka weggesoffen hat um so auch im Kollegenkreis einen gewissen Status zu erlangen. Ihre musikalischen Zitate aus dem Sommer des „New Wave“ von 1981 die sie bestenfalls pränatal mitbekommen haben könnten, fallen spätestens nach ihrem Tribute Song von Palais Schaumburg (Wir bauen eine neue Stadt) dem letzten Ignoranten vor die Füße. Live sind sie ein Muss, auf Platte (Album erscheint demnächst) eine Verpflichtung.
Aber auch die schwedischen „The Horror The Horror“ konnten auf Ihren vergangenen Club Touren mit Ihrer Live Performance begeistern ebenso wie der „Elektropop whatever Frickler“ Kai Uwe Kolkhorst. In eine ähnliche Kategorie lässt sich wohl auch der zurecht hochgelobte Hamburger Nils Frevert der mit seiner neuen Platte „Du kannst mich an der Ecke rauslassen“ vorstellig wird, stecken.
Neben der bereits zu seinem „Ich werde Sie finden“ Album als Support spielende Regy Clasen die immer wieder durch ihre Intensität auffällt ist natürlich der „Sexiest Schweißfleck alive“, der Thomas Gottschalk der gehobenen Unterhaltung, der deutsche Bob Dylan, the one and only, Bernd Begemann. Er wird nicht nur sein in gewohnter weise exaltiert in die Menge gerufenes „Macht Lärm“ zum Besten geben, sondern euch alle mit seiner Band „Die Befreiung“ in einen einzigen Rausch spielen.
Neben diesen bereits genannten Bands hier der Rest des Aufgebots: Ausgewählt streng nach dem Motto: „All Killer – No Filler“: Dial M For Murder, Dutch Uncles, Escapehawaii, Men Among Animals, Paperboat, Paul Dimmer Band, PopJohnPaul, Rantanplan, Reebosound, , The High Queens, Veranda Music, Wolke.
Darüber das der Veranstalter jetzt noch Platz gefunden hat 2 Dokumentarfilme (Rocker, MÜSSEN ALLE MIT) ins Programm einzuflechten, darf sich dann noch in der Fotoausstellung "Leaving The Comfort Zone" von Olaf Heine, gewundert werden.
Man sieht sich in Hannover
Im Gespräch mit Dirk Darmstädter
Anlässlich des BootBooHook Festivals hat sich der Tapete Records Co-Labelbetreiber und late 80´s Indie Star Dirk Damstädter nicht zweimal bitten lassen den Anajo Ultras ein kurzes Interview zu geben.
Anajo Ultras: Dirk, die Absolute No-Go Frage bei einem Bandinterview ist ja die Namensfrage, bei einem Festival mit den Namen BootBooHook verhält sich die Sachlage jedoch etwas anders: Wie bitte kommt man auf so einen Namen für ein Festival?
Dirk Darmstädter: Wir haben bewusst nach etwas gesucht was erstmal etwas merkwürdig anmutet, ...wenn man’s dann aber ein paar mal gehört hat vergisst man den Namen aber auch nicht wieder!
AU: Warum ausgerechnet Hannover?
DD: Weil mit dem Faust und Spandau Projekt einfach gute Partner gefunden wurden, die auf unserer Wellenlänge sind und die Örtlichkeiten auch perfekt dafür sind.
AU: Warum habt ihr euch dafür entschieden ein Indoor Festival zu launchen, der August gilt ja gemeinhin als Wettersicher.
DD: ‚Wettersicher’? das Wort gibt es in Norddeutschland nicht!
Wir finden die Verbindung mit Indoor gigs und Outdoor rumhängen perfekt.
AU: Fehlt bei einem Indoor Festival nicht ein wenig der typische Festival „Flair“?
DD: Wir wollen auch gar kein ‚typisches’ Flair. BootBooHook soll was ganz eigenes werden, mit einem eigenen ‚Flair’. Dafür bietet das Faust eine gute Ausgangslage. Gigs in 2 Hallen, Kunsthalle, Bars zum Chillen, Filmvorstellungen draussen...
AU: Welche Kriterien waren für die Bandauswahl entscheidend?
DD: Bands, die wir toll finden. Punkt.
Die 4 Hannoveraner Bands wurden im Rahmen eines Vorentscheids von einer ‚Fachkundigen’ Jury ausgewählt.
AU: Warum fehlst Du im Line-up? Viele Fans hätten sich sicherlich nicht nur über einen Soloauftritt von Dir, sondern auch über ein Bernd Begemann & Dirk Darmstädter Country Revival löcher in den Bauch gefreut!
DD: Vielleicht im zweiten Jahr, oder im dritten.....Ich denke, ich werde genug Streß haben, die Tage. So kann ich mich ganz auf das Festival als solches konzentrieren (und Bier mit meinen Freunden trinken!)
AU: Abschließend noch die obligatorische Frage: Warum sollte man deiner Meinung nach zum BootBooHook kommen?
DD: Weil man an zwei Tagen in einer tollen Location eine vielzahl spannender, wichtiger Bands in ihrer natürlichen Umgebung bestaunen, sich an tollen Fotos und Filmen ergötzen , nette Menschen kennenlernen und Dirk Darmstaedter aufgeregt durch die Menge schleichen sehen kann. Und das ganze für ein paar Euro.
