01.08.08 PLUS Freising

Anajo beim Prima leben und stereo

Oder: 2 Tage im Dreck :D

 

„EVA- MARIAAAAA! TELEFOOOOON“ tönt es durchs Haus…Naja wer dran ist, war relativ klar: „Hey Bifi, können wir noch dekadent bei McDoof frühstücken fahren?“

Wie abgemacht steh ich dann auch um 9 vor Tam’s Tür und nach einem kleinen Frühstücks-und Tankstopp ( ja auch mein Auto hatte Hunger) geht’s dann endlich los: Mit 2 Lutschern, jeder Menge guter Musik und einer Stunde Verspätung bewaffnet, bahnen wir uns den Weg durch die Massen von sommerferienfeiernden Schülern in Richtung Ingolstadt. Dort Tine einsammeln und Essen einkaufen und auf geht’s zum „Prima leben und stereo 2008“ nach Freising.

Am schönen Vöttinger Weiher hatte sich auch in dem Jahr, in dem wir nicht da waren, eigentlich nichts verändert…alles immer noch genau so klein, überschaubar und gemütlich wie ich es von 05 und 06 in Erinnerung hatte. Sogar der Wassergraben am Kuhwiesen-Zeltplatz war noch da. Der kam mir aber erst wieder ins Gedächtnis, als ich schon fast bis zu den Knien drin stand. Kaum 10 Minuten da und schon nasse Füße und Beine zerkratzt, als hätte ich mich geprügelt, aber egal, Festival bedeutet schließlich Dreck, und davon sollten wir dieses Wochenende noch genug bekommen. Nachdem diese fiese Graben-Hürde dann mal überwunden war, hieß es schnell Zelte aufbauen, essen und ab vor die Bühne…schließlich sollten Starter gleich spielen. Aber denkste, irgendwie gab’s n Verspätung und wir konnten die Zeit nutzen um noch n bisschen die Füße im Weiher baumeln zu lassen und dann ging’s auch endlich los mit der Musik. Und eigentlich verbrachten wir dann den gesamten Tag, bis auf die paar Minuten Julia abholen und ihr Zelt aufbauen, im Gras vor der Bühne: Bei schönstem Wetter, mit netten Leuten und guter Musik chillen. Kann es schönres geben?

Irgendwann am späten Nachmittag zog es dann allerdings zu, also in der Umbaupause schnell zurück auf den Zeltplatz und umziehen, auf dem Rückweg noch schnell dem Herrn Radiofreunde und dem Bassisten einer bestimmten Band in die Arme laufen und dann spielten auch schon die „Winterkids“ aus England, die glaube ich, erste nicht deutsche bzw. österreichische Band in der Plus-Geschichte. Mir persönlich haben sie gefallen, auch wenn sich über den Klamottengeschmack des Sängers ganz klar streiten lässt!

Und dann, unzählige Umbau-Minuten später hieß es endlich „Hallo, wer kennt hier eigentlich?“ und wie schon 2005 zu Nova International, setzte relativ pünktlich zu den ersten Tönen ein heftiger Platzregen ein. Aber was soll’s, von so ein bisschen Wasser lassen wir uns das erste Anajo-Konzert 2008 sicher nicht vermiesen: „Mir sin schließlich ned aus Zucker, gut ausschaun kann man als Eule auch mit nassem Gefieder und für was haben wir schließlich unsre Gummistiefel?!“ (Vorsicht Insider! ;D). Wie gewohnt gut gelaunt, spielten die drei Jungs ihre Songs und hatten auch die ein oder andere Überraschung im Gepäck: Olli sang seinen Amsterdam-Mann zum Teil auf niederländisch und als ganz besonderes Schmankerl für den Vöttinger Weiher hieß es: „I don’t want to be a Landei! Ich bin geboren für die Stadt“. Viel zu schnell, jedoch nicht ohne die gewohnten Zugaben, hieß es dann aber auch schon wieder „Tschüss Freising“, jedoch nicht ohne eine kleine Überraschung im Winter in München anzukündigen. Was das wohl sein mag? Wir sind gespannt!! *ggg*

Für uns ging es auch erstmal zurück zu den Zelten: Raus aus den nassen Klamotten und dann zurück zur Bühne, wo „Artwenger“ den Abschluss des ersten Festivaltages bildeten. Bei mir zeigte sich allerdings langsam das frühe Aufstehen, deswegen ging es recht schnell ins kuschlige Zelt, wo auch schon Tam friedlich vor sich hin träumte. Mal von den vielen Betrunkenen die in unserem Graben landeten, dem nächtlichen „RAAAAAAAAAAAAAAH“-Schreier, der Nachbarscd auf Dauerschleife und gewissen Anrufen verlief die Nacht für ein Festival sogar recht ruhig. Die anderen hatten anscheinend noch einen lustigen Abend, so wurden am nächsten Morgen lustige Geschichten von einem Telefongespräch im betrunkenen Zustand und einer Schuh-Suche im Schlamm erzählt.

Samstag verlief dann eigentlich recht ruhig: Nach dem Aufstehen und ausgiebigem Frühstück machten Timo, Feli, Tine, Julia und unsre zwei Ösis Max und Lukas einen Ausflug in die Weltstadt Freising. Tam und ich genossen den Vöttinger Weiher (Wir waren danach vermutlich sauberer, als die die versuchten in der Dusche zu duschen, während neben an ne tolle Schlammschlacht veranstaltet wurde.) und ratschten mit unsren netten Nachbarn (Grüße an die Freisinger Raphi, Ferdi und Schwindl (oder so ähnlich) ). Den Nachmittag verbrachten wir wieder vor der Bühne im Schatten (Jaaaa! Die Sonne war wieder da ;) ) und nach Madsen, die mit „Nachtbaden“ ganz klar DIE Hymne 2008 lieferten ging’s wieder in den Schlafsack, um von da aus noch den Klängen von Polarkreis 18 zu lauschen und zu schlafen. In diesem Sinne „BAM OIDER! FIX OIDER“.

Am nächsten Morgen dann nochmal gemütlich Frühstücken, Zeltabbauen und Gepäck über den Graben schaffen (Auch hier nochmal ein riesen Dank an die Freisinger…naja kann ja nich jeder zwei Meter sein ;) ) und dann ab ins Auto und nach Hause :-)

 

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