13.09.08 Landluft Schwabmünchen

Mit Milch ohne Zucker

„Mit Milch ohne Zucker, mit Milch ohne Milch, Zucker ohne Milch, Zucker ohne Zucker, mit Milch und schwarz ohne Milch mit ohne Zucker“. Huch, mal wieder mein Handy.

Eine SMS von Tine, dass ich sie bitte anrufen soll, riss mich Samstag morgen aus meinen Träumen. Also mache ich, was mir befohlen wird und hole mir die Anweisungen für den Tag: Festival-Karte für Julia organisieren und dann die beiden in Ingolstadt abholen. Die Suche nach der Karte gestaltete sich allerdings etwas schwieriger, dann erklärten mir meine Eltern noch, sie kommen eher aus dem Urlaub, also auch noch schnell das Haus aufräumen, was für ein super Tag. Naja dann endlich ins Auto: Tanken fahren (wie sollte es anders sein, kassierte die gute Frau an der Kasse auch noch zuviel ab, aber immerhin DAS war schnell geklärt.) Danach ENDLICH die andern einsammeln, nun aber doch in Regensburg. Nach einem kurzen Karten-hol-und-McDoof-Stopp in Ingolstadt ging es dann auch endlich in Richtung Schwabmünchen. Doch hatte unser Navi die gesamte Fahrt nichts besseres zu tun, als bei Geschwindigkeitsüberschreitungen ein schrilles „ACHTUNG“ von sich zugeben. Naja, ich sag mal so, mir wurde schon sehr früh folgendes beigebracht: „Unter 20km/h zu schnell gibt es keine Punkte“ ;). Und Gewohnheiten sind nun mal schwer zu ändern. Irgendwann zig „Achtung“-Rufe. Umleitungen, Kreissl, eine/n „Fällung!!!!? Fallung!!!? BERG!!!!!!“ und 1,5 Stunden später waren wir dann endlich da. Sofort einen Parkplatz gefunden und ab in Richtung Schwabmünchen oder auch „SMÜ“ genannt, um die Gegend zu erkunden. Ganz ehrlich (und Sorry an alle die da wohnen), es ist schon ein ganz schönes Kuhkaff. Im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwann hatten wir dann auch ein Cafe oder besser eine Eisdiele gefunden, die noch offen hatte und wir konnten uns bei heißer Schoki aufwärmen, die leider nach ungefähr nix geschmeckt hat.

Naja was soll’s, zurück zum Festivalgelände, das sich mittlerweile gut gefüllt hatte. Nach Mila Mila und den Blurrd Minds kam mit Sir Simon Battle dann das erste Highlight auf die Bühne. Anschließend folgte die Augsburger Band des Jahres 2007 „The Rythms“ und danach hieß es endlich wieder „Hallo, Wer kennt hier eigentlich wen?!“ Und schwupps standen die drei Herren auf der Bühne.

Das Konzert war definitiv etwas besonders, denn zum einem wohnten Michi und Olli früher in Schwabmünchen und konnten vom ein oder anderen prägenden Erlebnis im benachbarten Park erzählen. Zum anderen verließ zum ersten Mal in der Bandgeschichte ein Mitglied während des Auftritts die Bühne, denn der Ingolf musste mal für kleine Musiker. Aber die beiden übrigen Bandmitglieder wussten ihr Publikum zu unterhalten und so wissen wir nun alle, dass Monsieur Schmidt seinen ersten Kuss beim Frankreichschüleraustausch erlebt hatte. Herr Gottwald hielt seine Jugendgeheimnisse jedoch geheim, er besitzt schließlich die „Immunität des Sängers“. Aber das sei ihm verziehen, schließlich erzählte er uns als Zugabe die Geschichte vom „Schönsten Mann aus Amsterdam“, die wir immer noch und immer wieder gerne hören J. Viel zu schnell war dann auch schon wieder alles vorbei, doch ein Blick auf die Uhr verrieht : „Noch ist es nicht 12, sprich Ende“. So kam der nette „Landluft-Moderator“ vor lauter „ANAJO OOOHOOO“ Rufen gar nicht erst zu Wort, verließ die Bühne still wieder und das tobende Publikum kam doch noch zu seiner 5. Zugabe. „I don’t want to be a landei- Ich bin geboren für die Stadt“ sangen die drei Buben und auch die Zuschauer hatten in kürzester Zeit den Dreh raus und sagen lauthals mit J.

Doch dann war endgültig Ende, der nette Landluft-Moderator bedankte sich nochmal artig bei allen und die Menschengrüppchen lösten sich langsam auf. Auch für uns hieß es langsam „Ciao“-Sagen, denn Julia und Markus mussten nach Augsburg zum Bahnhof. Wo wir nach einer abenteuerlichen Fahrt dann auch endlich angekommen sind. Also Augsburg bei Nacht mit dem Auto – NIE WIEDER. Dann noch nach Ingolstadt Tine heimbringen und dann ging es auch für mich endlich, mit vielen lustigen „Achtung“-Rufen, dem Antenne Bayern – Nachtprogramm und einer abnehmenden Kilometerzahl am Navi, endlich nach Hause Wo ich nach insgesamt 3 Stunden Fahrt pünktlich um 3:15 Uhr in mein Bettchen gefallen bin, mit dem Gedanken an das Anajo-Konzert in Passau, wo mein kleines Auto einfach mal vor der Wohnung stehen bleiben darf.

 

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